FAQ - Frequently Asked Questions

Häufig gestellte Fragen zum Thema "private Unfallversicherung"

Wer braucht eine private Unfallversicherung?

Meist passieren Unfälle in der Freizeit. In diesem Fall greift die gesetzliche Unfallversicherung nicht und ohne weiteres Zutun ist man nicht versichert und hat keinen Versicherungsschutz. Selbstständige und Personen, die nicht berufstätig sind, wie Personen die den Haushalt führen, tragen das Unfallrisiko auch während ihrer Arbeit zu 100% selbst.

Für nicht Berufstätige kommt erschwerend hinzu, dass diese in der Regel keine Möglichkeit haben eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Davon sind auch ältere Berufstätige betroffen, die vielleicht gesundheitlich einschränkt sind und wegen der Gesundheitsprüfung nicht versichert werden. Für diesen Personenkreis ist eine private Unfallversicherung die einzige Alternative sich vor den finanziellen Folgen von Unfällen zu schützen.

Wie hoch soll die Versicherungssumme sein?

Der Versicherungsbedarf orientiert sich an Ihrer individuellen privaten und beruflichen Situation. Für die Berechnung der Versicherungssumme in der privaten Unfallversicherung sollten Sie mindestens das 3-fache Ihres Jahreseinkommens versichern.

Damit die Leistungen Ihrer Unfallversicherung mit den stetig steigenden Lebenshaltungskosten Schritt halten, besteht die Möglichkeit die Privatunfallversicherung auch „dynamisch“ gestaltet werden. In diesem Fall werden Versicherungssummen und Beiträge regelmäßig um einen festen Prozentsatz oder auch entsprechend der Beitragsentwicklung in der gesetzlichen Rentenversicherung angepasst.

Welche Art von Unfällen sind die Häufigsten?

Etwa 9 Millionen Menschen kommen in Deutschland jedes Jahr bei Unfällen zu Schaden, 1 Million dabei so schwer, dass eine Behandlung im Krankenhaus notwendig ist. Rund 24% der Unfälle ereignen sich bei der Arbeit, 30% im Haus, 23% bei Sport und Spiel und 18% im Verkehr, der Rest bei sonstigen Tätigkeiten.

Typische „Heimunfälle“ sind der Sturz von der Leiter, die Verletzung bei der Gartenarbeit oder einfach ein Sturz auf der Treppe. Auch Sportunfälle sind häufig. Immer neue Trendsportarten sind gerade wegen der Gefahr und des Nervenkitzels beliebt. Besonders oft von Sportunfällen betroffen sind Einsteiger, die ihre Kraft und Kondition überschätzen.

Vor allem jüngere, agile Menschen sind wegen ihrer vielfältigen Freizeitaktivitäten besonders gefährdet - für sie bedeutet eine Verletzung, vielleicht sogar mit bleibendem Schaden, einen hohen Verlust an Lebensqualität. Bei den unter 30-Jährigen sind Unfälle zudem die Hauptursache für Berufsunfähigkeit.

Schützt die Unfallversicherung auch bei schlimmen Unfällen und auch danach?

Viele Versicherer bieten so genannte Mehrleistungsmodelle an. Bei höherem Invaliditätsgrad wird dann mehr gezahlt, als dem tatsächlichen Invaliditätsgrad entspricht. Beispielsweise bekommen Sie bei einer unfallbedingten Invalidität von 80% je nach Vereinbarung 200-300% der vollen Leistung bei Invalidität.

Den Mehrleistungsmodellen liegt der Gedanke zugrunde, dass bei höheren Invaliditätsgraden der Finanzbedarf des Betroffenen besonders hoch ist.

Neben der Unfallversicherung schützt auch eine private Berufsunfähigkeitsversicherung vor den finanziellen Folgen bleibender körperlicher Schäden.

Was ist der Unterschied zwischen einer Unfallversicherung und einer Berufsunfähigkeitsverssicherung

Unterschiedliche Leistungen

Beide Versicherungen decken aber unterschiedliche Risiken ab: Die private Unfallversicherung greift schon bei sehr niedrigem Invaliditätsgrad. Sie hilft, die Kosten infolge des Unfalls zu tragen und entschädigt für die mit der Invalidität verbundenen finanziellen Verluste.

Nur etwa 10% aller Fälle dauernder Berufsunfähigkeit sind allerdings auf Unfälle zurückzuführen. Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt deshalb auch bei andauernden Erkrankungen, die nicht durch einen Unfall verursacht sind - allerdings nur, wenn Sie krankheitsbedingt nicht mehr in der Lage sind, Ihren Beruf auszuüben. Viele Berufe können aber durchaus noch mit einer bleibenden gesundheitlichen Einschränkung ausgeübt werden.

Weniger strenge Gesundheitsprüfung

Vor Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung wird immer eine umfassende Gesundheitsprüfung notwendig. Wenn Sie bereits Vorerkrankungen mitbringen oder in einem Beruf mit hohem Gesundheitsrisiko arbeiten, müssen Sie in der Berufsunfähigkeitsversicherung mit überdurchschnittlichen Beiträgen oder gar einer Ablehnung durch den Versicherer rechnen.

Vor Abschluss einer Unfallversicherung wird dagegen kein oder nur ein weniger strenger Gesundheitscheck erforderlich.